Das war der Oktober

In erster Linie ereignisreich. Wir kommen mit Schreiben kaum nach, wer hätte das jemals für möglich gehalten.

Und lehrreich. Durch die Zaunreiterin lässt sich soviel Neues erfahren, erleben und lernen – auf spannendste Weise – daß wir immer noch mit den Ohren schlackern. Der Selbstzweck hat sich in bester zufriedenstellendster Weise erfüllt. Für uns und wie wir sehr hoffen, auch für unsere Leser.

Die Buchmesse
So voller Eindrücke, daß sie unmöglich alle in einem Artikel gesammelt werden können, auch wenn das Beste versucht wurde. Kaum im Blog fallen einem 1.000 Details ein, die noch erwähnenswert gewesen wären und trotzdem vergessen wurden. Z.B. der Dank an den Droemer Knaur-Verlag für das nette Bloggerfrühstück. 2 x über die ganze Agora gewandert und sich durchgefragt, als glorreiches Schlußlicht angekommen und sich deswegen viel zu kurz mit den Autorinnen hier und an vielen anderen Verlagsständen unterhalten. Es wurden auch einige Worte gewechselt, wie sehr sich die Arbeit der Autoren in den letzten Jahren verändert hat. Hinter die Kulissen blicken zu dürfen, ist immer sehr spannend. Danke dafür.

Hier btw. die Messe-Eindrücke des Verlags mit einigen Bildern, auch von der Veranstaltung „Meet the Author“

Die Nachhaltigkeit
Klappt zwar nicht immer so 100 % wie gewünscht. Aber meistens und wird immer gut aufgenommen. Von vielen Seiten kommt Zuspruch, wenn der Verzicht auf Plastik verkündet wird. Auch auf der Buchmesse, eines meiner kleinen Highlights dort. Da werden extra Taschen für uns gesucht und immer mal wieder erwähnt, wie toll unsere Bemühungen gefunden werden und auch, daß viele Leute selber auf Plastik in der ein oder anderen Form verzichten. Wäre interessant zu wissen, wie hoch hier die Dunkelziffer ist. (Die anonymen Plastiverweigerer 😉 ). „Das war der Oktober“ weiterlesen

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Massentierhaltung in den Massenmedien

Vor kurzem erst kam bei Gesprächen das Thema auch auf Nachhaltigkeit und damit auch Massentierhaltung. Dass darüber in der breiten Allgemeinheit immer noch kaum etwas bekannt ist und in den üblichen Medien nur spärlich berichtet wird. Wenn, dann in den dritten Programmen oder Dokumentationssendern – und so spät in der Nacht, dass man darauf wetten könnte, diese Sendungen würden von kaum jemanden gesehen.

Jetzt ist das Thema tatsächlich auch in der Hauptsendezeit des ZDF angekommen. Nicht am Wochenende, aber immerhin. Um 20.15 Uhr, der geheiligte Platz vom Feierabendkrimi oder je nach Jahr von Fußballübertragungen.

Und jetzt – genauer gesagt am vergangenen Dienstag lande ich eher zufällig bei einer Dokumentation über Hühnerzucht. Einmal die Zucht von Biobetrieben und im Gegenpol die Zuchtbestimmungen in Großzuchtbetrieben. Gezeigt im ZDF und begleitet von Dirk Steffens, der sich auch 2500 eigene Küken zur Aufzucht besorgt für eigene Erfahrungen aus erster Hand.

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Nochmal zu den Saatgutrettern

Die komplette Sendung kann ich leider nicht einbauen, aber immerhin eine Geschmacksprobe:

Die komplette Sendung gibt es noch einmal am Freitag, den 28.03. um 10:15 Uhr oder hier.

Für mich lief die Sendung am Sonntag und hat mir auch wieder Einiges in’s Gedächtnis gerufen. Beispielsweise, dass nur etwa 10 % samenfeste Bio-Züchtungen von Betrieben wie der Sativa Rheinau sind.

„Nochmal zu den Saatgutrettern“ weiterlesen

Der Trend geht zum Zweitblog

Es stimmt wohl wirklich.
Wenn einmal angefangen wurde mit dem Schreiben, kann man nicht mehr aufhören.
Dabei habe ich schon den – sträflich vernachlässigten – Blog über das Mittelalter. Und jetzt auch noch einen Blog über Kauffragen, die sich so aufdrängen, wenn man sich so durch die diversen Artikel zu Nachhaltigkeit, Plastikmüll und Blogs wie z.B. Ein Jahr ohne Kleiderkauf durchliest.

Eigentlich sollte mir der Blog nur als Gedächtnisstütze dienen 😉 Damit es wenigstens halbwegs übersichtlich bleibt, als extra ‚Notizbuch‘.
Aber warum soll sonst niemand etwas davon haben. Deswegen gibt es jetzt offiziell die Kauffragen.

Kleidung – nachhaltig und… weiter?

Das Thema um nachhaltige Kleidung ist eigentlich auch kein Neues mehr. Genauso wie bei der Ernährung gibt es dazu schon die verschiedensten Aussagen bzw. Meinungen.

Der Umgang mit der Ernährung ist nicht besonders einfach. Besonders, wenn man sich erst neu an dieses Thema ranwagt.

Bei der Kleidung ist es gleich nochmal schwieriger. Neben der Tatsache, daß es auch hier eine Unmenge an augenwischenden Siegeln gibt, die einfach nur schönfärben sollen, fallen viele Dinge weg. Gemusterte Stoffe beispielsweise sind ohne chemische Hilfen wesentlich schwieriger herzustellen. Natürlich färben geht zwar auch, aber nicht so einfach.

Und die Auswahl ist auch wesentlich kleiner als bei herkömmlich hergestellten Kleidern, Schuhen usw. Der Großteil ist einfach gehalten und klassisch.
Wem diese Moderichtung nicht gefällt, hat ein ‚klassisches‘ Problem. Dazu kommt, daß eine Suche via Fair Fashion Finder ergeben hat, mit Bio/Fairtrade-Läden schickt die Modewelt einen immer noch in die Wüste. Zumindest, wenn man nicht gerade in Berlin, Köln, Hamburg oder ähnlichen Gegenden wohnt.

Ergo kommt vorrangig der Kauf via Netz. Mit den ganzen möglichen Nachteilen: Gefällt nicht, paßt nicht, wird zurückgeschickt (Stichwort ökologischer Fußabdruck). Und die Suche nach dem gewünschten Kleidungsstück geht weiter. Ganz besonders, wenn es um Winterkleidung und Schuhe geht.

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3106 Gramm

Soviel Fleischreste haben wir heute an der Wurst-/Fleischtheke gekauft. Eine so große Menge, dass ich immer noch fassungslos bin.

Das alles sollte weggeschmissen werden!

Würden zwei Personen jeden Tag 200 g Wurst essen, würde das für rund acht Tage genügen. Und es waren immer noch Reste da, die jetzt mit hoher Wahrscheinlichkeit schon in der Mülltonne gelandet sind! Von nur einem einzigen Tag.

Selbst wenn man sich schon mit dem Thema beschäftigt hat oder den Film ‚Taste the Waste‘ gesehen hat, ist es doch etwas völlig anderes, diese Menge an Wohlstandsmüll selber zu sehen. Und in Gedanken hochzurechnen, wieviel mehr an Lebensmitteln allein in einem Supermarkt und in einer Woche weggeschmissen werden.

Ohne jeden Grund. Einfach nur, weil es – wie hier – Endstücke von Wurstwaren sind oder Gemüse/Obst/Brote, die ein paar Tage zu lange gelegen sind und nun aussortiert werden. Das es dabei keinen einzigen gesundheitlichen Grund gibt, scheint kaum jemand zu stören. Zumindest nicht die Geschäftsleitung, die dieses Verfahren ausdrücklich anordnet.

Ich kann nur jedem raten, sich nach übriggebliebenen Lebensmitteln zu erkundigen. Die sind einwandfrei und kosten auch oft einen Bruchteil von dem, was sonst für die gleiche Menge über die Ladentheke wandern muss.

Eine reine Verzweiflungstat

Sicher kennt fast jeder inzwischen schon das Thema ‚Herkunft der Lebensmittel‘. Es ist ja auch inzwischen hinreichend in dem Medien verbreitet und damit auch für Otto-Normalverbraucher nicht wirklich ein Fremdwort mehr. Davon gehe ich zumindest einmal aus.
Die zum Haareausraufen verführende Kehrseite ist die immer wieder in’s Gesicht schlagende Bequemlichkeit. Dass ich immer wieder über Menschen stolpere, die es vorziehen, in ihrer gewohnten Zone zu bleiben. Ohne Rücksicht auf Verluste werden Ressourcen verschwendet, Lebensmittel weggeschmissen, weil das MHD abgelaufen ist! Alternativen wie weiterschenken, sind in den Wind geredet. Mir zwar unverständlich, aber es ist so.

Manchmal möchte man da schon die Flinte in’s Korn werfen und sich eine nette Eigentumshöhle zwecks künftigem Einsiedlerdasein suchen. Gerettet hat mich für dieses Mal eine Dokumentation im Phönix, die mich zum Glück daran erinnert hat, dass es auch noch einen Gegenpol gibt.

Slowfood ist zwar nicht wirklich ein neuer Begriff, zumindest nicht für mich. Aber die Erinnerung, dass es auch noch andere Ansichten gibt – die tut schon gut. Ich war auch kurz davor, Mitglied zu werden. Was mich jetzt davon abhält, ist zugegebenermaßen die Höhe des Mitgliedsbeitrag (zumindest im Moment). Der ist auch sicher gerechtfertigt sein, wird von mir doch lieber in regionale Lebensmittel investiert werden.

Zu einigen Recherchen und interessanten Artikeln hat mich Slowfood trotzdem wieder geführt:
Slowfood-Magazin: Lebensmittelverschwendung stoppen – aber wie?
Saisonkalender von Slowfood
Die Essensvernichter

Ich könnte noch so viele Links beifügen, dass keiner mehr den Überblick hätte. 😉 Daher in aller Kürze: Sich bei Slowfood umsehen, lohnt auf jeden Fall. Aber bringt ausreichend Zeit mit.

Heute abend kommt übrigens noch ein interessanter Bericht zu Thema Lebensmittel im HR (21.45 Uhr):
Hilfe! Was essen wir?