Pfifferlinge und Kartoffeln

Der große Vorteil bei eingelegtem Obst/Gemüse… oder bei Pilzen ist der, daß es fast ewig hält und ein völlig unerwartetes Aroma entwickeln kann. Ein extra Schmankerl, daß die Suppe mit einem ungeplanten Hintergrundaroma krönt.

Unsere letztwöchige Entscheidung fiel auf eine Kartoffelsuppe mit Pfifferlingen (wieder aus dem Sarah Wiener-Kochbuch).

Pfifferlinge in freier Wildbahn lassen sich in der Regel im August/September finden. Glücklicherweise haben wir noch in Öl eingelegte Pfifferlinge vorrätig. Bis auf ein paar Kleinigkeiten war also diesmal alles Notwendige im Haus. „Pfifferlinge und Kartoffeln“ weiterlesen

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Bayerische Pilze aus Russland

Von wegen, es ist drin was drauf steht.
Dieses Wochenende war ich ein paar Tage im schönen Bayern. Es war herrlich. Kühles Chillen unter der Eiche, weit und breit nichts, außer dem gelegentlichen Bauern von nebenan auf dem Weg zu seinen Feldern und ein herrlicher Wind, der für angenehme Kühlung sorgte. (Da fragt man sich, warum ich überhaupt wieder zurückgekommen bin. 😉 )

Ganz traditionell sollte es dann auch Hirsch geben. Und dazu je nach Gusto Semmel- oder Kartoffelknödel mit Schwammerl. Und genau da lag dann auch der Hase im Pfeffer. Nicht genug, dass die Hälfte der Pfifferlinge gleich auf den Kompost wanderte, weil sie geschwitzt und damit das Zeitliche gesegnet hatten – beim Umwenden der Verpackung prangte mir die ‚fröhliche‘ Mitteilung entgegen:

Herkunft: Russland.

Natürlich kam ich dann in’s Stutzen und las nochmal extra den Deckelaufdruck nach: Bayerische Pfifferlinge!

Da fiel mir dann wirklich nichts mehr ein: Dass die Lebensmittelindustrie bei der Etikettierung und der Angabe von Inhaltsstoffen gerne mal ein bis zwei Augen zudrückt, ist ja schon lange nichts Neues mehr. Aber gleich so offensichtlich habe ich es noch bei keinem Einkauf gesehen.
Ergo: Man kann gar nicht genau hinsehen, was man sich da in den Korb legt.
Das oder Russland gehört seit Neuestem zum Freistaat Bayern.