Im Juni und Juli quer durch alle Gemüsebeete

Fernsehen und analog

Erstmal die Erkenntnis, dass feste statische Pläne so gut wie nie funktionieren. Jedenfalls nicht bei uns. Der Plan, einen Wochentag komplett analog zu leben, hat sich ziemlich schnell in Luft aufgelöst. Trotz des Versuches, ihn ’nur‘ bis 22 Uhr laufen zu lassen.

Entweder weil die Müdigkeit bei der übergroßen Hitze zu massiv war. Sogar zum Lesen fehlt teilweise die notwendige Aufmerksamkeit. Oder Sender wie Arte oder Phönix schaffen es wieder einmal, Dokumentationen zu bringen, die einfach zu spannend klingen. Leider sehr oft mitten in der Nacht, weshalb doch oft verzichtet wird oder auf die Mediathek ausgewichen.

Wochenanfang – etwa gegen Mitternacht kam bei Planet E eine Dokumentation über Sandabbau und welche Ausmaße das inzwischen schon angenommen hat. „Im Juni und Juli quer durch alle Gemüsebeete“ weiterlesen

Weniger ist mehr

Wenn einfach so ein Handy in die Hand gedrückt wird, guckt man schon leicht überrascht. Andernfalls wäre es in den Müll gewandert.

Überhaupt werden viele Elektrogeräte noch voll funktionsfähig weggeschmissen. Wir leben definitiv in einer Wohlstandsgesellschaft. Man muß sich nur einmal bewußt auf Recyclinghöfen oder Flohmärkten umsehen. Oder an Straßenrändern, wenn (angeblicher) Sperrmüll abgeholt wird.

Einmal klar überlegt: Was braucht man wirklich first hand. „Weniger ist mehr“ weiterlesen

Berichte erstatten

Medienberichterstattung ist ein Kapitel für sich. Gerade zur Zeit komme ich nicht so richtig von dem Eindruck los, die großen Medien bewegen sich in einem klassischen Hamsterrad ohne Aussicht auf Entkommen. Die gleichen Fragen auf jedem Kanal, die sich a) in der Regel ohne allzugroße Probleme selber beantworten lassen und b) in haargenau der gleichen Weise schon vor zehn Jahren nach den Attentaten in London gestellt wurden.

Ein Grund, warum ich eher kleinere Sendungsformate bevorzuge oder mir meine Informationen im Netz zusammensuche. Über kleine Blogs, alternative teils private Online-Zeitungen. Allgemeine Berichte über Charlie Hebdo und die Folgen daraus werden inzwischen weggeschalten. Es gibt keine neueren Informationen, die in irgendeiner Weise weiterhelfen könnten und mal ehrlich, wen interessiert es, ob die Politiker in einer Seitengasse oder auf der Hauptstraße aufgetreten sind?

Das es auch anders geht, zeigt ein Bericht beim ARTE Journal aus einer völlig anderen Warte über kleinere Medien – Bondy Blog, genauer gesagt. Dummerweise lässt sich der Beitrag nicht einbinden, also kann ich nur den Link zur Mediathek anbieten. Und wenn ich schon einmal dabei bin, hier auch der Link zum nachfolgenden Interview.

„Bondy Blog will das Bild von den großen Vorstadt-Siedlungen Frankreichs verändern. An die 30 Blogger und Bloggerinnen arbeiten daran. Die meisten sind unter 30 und leben im Departement Seine-Saint-Denis im nördlichen und östlichen Großraum Paris.“

Und wenn ich schon einmal dabei bin, hier noch einen Beitrag von Phoenix, an dem ich samstags hängengeblieben bin.

Danach wäre ich am Liebsten gleich losgegangen und hätte alles Plastik aussortiert. Sogar die Teile, für die ich noch keinen Ersatz gefunden habe. Und dabei könnte ich nicht mal sagen, was mich mehr auf die Palme treibt: Die Kaltschnäuzigkeit mancher Firmenbetreiber, die wahnsinnigen Berge von Müll oder das der Bericht bereits 2013 gezeigt wurde. Wiederholt wird er übrigens am 23.01. um 18.00 Uhr. Eines ist mal sicher – um neuen Plastikmüll mache ich den größtmöglichen Bogen.