Lesejahr 2016 – Pläne für 2017

Das wichtigste zuerst: Unser Jahr war super, wir können uns nicht beklagen.
Es war abwechslungsreich, spannend, lehrreich, mit vielen neuen Erfahrungen, neuen Kontakten, netten Gesprächen, Rezepten…

Vieles davon ist geplant, auch hier zum Gespräch zu kommen. Hätte eigentlich schon 2016 geschrieben werden sollen, wird nun also in das kommende Jahr mitgenommen und bildet damit einen fließenden Übergang.

Im vergangenen Jahr gab es mehrere Rückblicke – zwei genau genommen, weil die vielen Eindrücke nicht in einen Rückblick passen wollten. Und so wird sich diese Tradition auch in diesem Jahr fortsetzen. Drei Rückblicke sind geplant:

  • Einer für die Bücher, die gelesen worden sind
  • Einer für die Reisen, die wir unternommen haben
  • und Einer für die Kocherfahrungen und was sich sonst so getan hat

Lesetechnisch war 2016 wieder ein relativ ruhiges Jahr. 20 Bücher, die ganz durchgelesen wurden und eine (enttäuschende) Dunkelziffer an Büchern, die angelesen wurden, nicht den Erwartungen gerecht werden konnten und daneben auch solche, die mit in’s kommende Jahr wandern.

Hier unsere diesjährigen Top Six-Bücher „Lesejahr 2016 – Pläne für 2017“ weiterlesen

Zum Dezember

Diese Zeilen hätten schon letzte Woche ‚erscheinen‘ sollen. Warum es dann doch nicht dazu kam – das analoge Leben rief und das mit Macht. 😉 Also auf ein Neues:

Um die Bücherwelt ist es immer noch relativ ruhig. Schlaf der Vernunft von Frau Kinkel wird gerade gelesen, in kleinen Etappen.

Neu hinzugekommen ist die vom Manesse Verlag im Oktober neu erschienene komplette Übersetzung des Kopfkissenbuches der Dame Sei Shonagon. Aller Skepsis zum Trotz einer neuen Übersetzung gegenüber, die möglicherweise der Ausdrucksweise eines völlig anderen Zeitalters wie der Heian-Zeit nicht gerecht werden würde. Zwei Ausgaben einer teilweisen Übersetzung habe ich bereits (eine davon vom Manesse Verlag) und die Unterschiede könnten kaum größer sein.

Copyright by: Manesse VerlagCopyright by: Manesse Verlag

„Zum Dezember“ weiterlesen

Zum November

Die letzten Wochenenden galten vorrangig der Ruhe. Viel ausruhen, Beine hochlegen und nochmals ausruhen. Stille hat was sehr angenehmes. Kann ich nur jedem empfehlen.

Also gibt es jetzt einen Monatsrückblick und auch meine Leseempfehlungen. die allerdings etwas sparsamer ausfallen werden, da der PC relativ selten besucht wurde. Stichwort Ruhe. 😉

Wie schon hier geschrieben, wurde viel Zeit und Energie dem Ausmüllen gewidmet. Altlasten loswerden und noch ist kein Ende in Sicht. Ob es jemals zum Minimalismus kommt, ist offen. Aber das Anschaffen von neuen Dingen geht auf jeden Fall wesentlich bewußter vor sich. Es soll auf keinen Fall etwas sein, dass nur ungenutzt und unbemerkt in einem Eck vor sich hinvegetiert. Schön und am Liebsten Handarbeit und wenn möglich auch noch mit einem praktischen Nutzen. Aus dem Gesichtswinkel gibt es auch einen relativ kurzen Artikel zur Wegwerfpolitik und Wohlstandsgesellschaft.

Überhaupt liegt der Schwerpunkt in den letzten Wochen viel bei den Vorbereitungen zu Yul und den verborgenen Wirkungen der Näschereien für diese Zeit. „Zum November“ weiterlesen

Was kommt im Herbst?

Es ist immer noch ein seltsames Gefühl, dieses Jahr verhältnismäßig wenig Bücher gelesen zu haben. Jetzt rückt langsam die Buchmesse näher und ich wage mal wieder einen genaueren Blick, was sich so Neues tut auf dem Büchermarkt. Erstes Fazit: Es hätte schlimmer sein können.

Ich hatte ein wenig die (durchaus gerechtfertigte) Befürchtung, meine Wunschliste würde in’s Unermeßliche katapultiert werden. Würde sie vermutlich auch, wenn ich alle Verlage berücksichtigen würde, von denen ich schon gute Bücher gelesen habe.

Für’s Erste habe ich mich auf zwei Verlage beschränkt. „Was kommt im Herbst?“ weiterlesen

Über das Thema will ich nichts mehr lesen

Das sind die Worte mit denen meine Begeisterung über ein gerade gelesenes Buch abgeschnitten werden. Weil ich den Fehler beging, zu erwähnen, es spiele zu Beginn des 2. Weltkrieges.

Damit war jegliches Interesse erloschen.
Über den 2. Weltkrieg ist schon soviel gelesen worden…

Keine Chance mehr zu sagen, dieses Buch sei nicht mit den üblichen Büchern zu dem Thema zu vergleichen sei.

Wobei – was ist schon üblich?
Allein zu dem weitgefaßten Begriff 2. Weltkrieg fallen mir einige mögliche Arten Bücher ein.

Historische Bücher.
Politische Bücher.
Biographien.
Fiktive Geschichten.

Um nur ein paar zu nennen.

Ich finde es sehr schade, wenn ein Buch abgelehnt wird, nur weil es zu einer Zeit spielt, die eben thematisch dem totgerittenen Pferd gleicht.

Wenigstens einen Blick kann doch riskiert werden.
Vielleicht entdeckt man ja eine Perle unter den Unmengen an Büchern, die es gibt.

Solche Bücher, um die es wirklich schade wäre, wenn sie nicht entdeckt würden.

Mit den Gedanken habe ich mich jetzt so quasi auf den letzten Drücker noch entschieden, mich am Welttag des Buches zu beteiligen.

Welttag des Buches

„Über das Thema will ich nichts mehr lesen“ weiterlesen

Im Schatten der Königin

Langsam gewinnt die ruhige Zeit Oberhand.
Die Zeit, in der man sich mit einem guten Buch und einem Glas Wein oder heißer Schokolade mit einer Prise Zimt zurückzieht und alles um sich herum vergißt.

So geht es mir, wenn ich mir ansehe, wieviele Bücher ich schon wieder verschlungen habe. Höchste Zeit, wieder eine Rezension zu Papier zu bringen. 😉

Im Schatten der KöniginIm Schatten der Königin von Tanja Kinkel
Flexibler Einband, 426 Seiten
Erschienen 2011 beim Droemer Knaur Verlag (Erstausgabe 2010)
My rating: 3 of 5 stars

Sich in den Schatten der Königin reinzufinden, war kein Leichtes. Zum Einen ist es mein erstes Buch aus dem Elisabethanischen Zeitalter und dann erzählt es die Ereignisse aus der Sicht eines eher unbedeutenden Höflings heraus – Thomas Blount.

Blount bekommt von seinem Vetter Robert Dudley den Auftrag, den unerwarteten Tod an dessen Frau Amy Robsart aufzuklären.
Der zu einem denkbarst ungünstigen Zeitpunkt gekommen ist – wie beide Männer für sich im Stillen befinden.

Robert Dudley
Robert Dudley, Earl of Leicester ca.1564
Quelle: http://www.tudorplace.com.ar/

Gerade jetzt – Elisabeth I ist endlich an die Macht gelangt, aber eben noch keineswegs gefestigt und sicher auf dem Thron des krisengeschüttelten Englands. Ganz zu schweigen von den unzähligen Intrigen und hinter vorgehaltener Hand geflüsterten Behauptungen, dass es die Herrscherin und ihr Günstling Dudley kaum erwarten können, bis dessen Frau endlich verstirbt und er frei ist für den Platz an der Seite der Königin.

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Spät kommt es, aber es kommt

Ich habe ja schon einiges vergessen, aber ein Buch abzuholen bis jetzt noch nie. Aber wie heißt es so schön: Es gibt immer ein erstes Mal. 😉

Im Januar habe ich bei einer Buchverlosung der Buchgesichter mitgemacht – verlost wurde ‚Im Schatten der Königin‘ von Tanja Kinkel – und auch gewonnen. Gemerkt habe ich das erst jetzt im Oktober, als mir eine ungeöffnete PN auffiel. *hust* Zum Glück habe ich das Buch noch bekommen, sogar erstaunlich schnell nach meinem Versäumnis. An dieser Stelle also nochmal ein großes Danke an die Buchgesichter 🙂

Erhalten habe ich das Buch am Samstag und werde heute gemütlich im Café sitzen, um dort mit der Lektüre zu beginnen.

Für euch gibt es erstmal eine Rezension von einem anderen Buch von Tanja Kinkel, dass ich auch sehr mag:

Die Söhne der WölfinDie Söhne der Wölfin by Tanja Kinkel
Flexibler Einband, 509 Seiten
Erstausgabe: 01.12.2002 bei Goldmann Verlag
My rating: 5 of 5 stars

Ilian – die Novizin der Hohepriesterin und ihre insgeheim erwählte Nachfolgerin – ist schwanger. Nach ihrer Behauptung ist der Vater des ungeborenen Kindes ein Gott. Einziger Haken an der Sache ist nur, dass ihr keiner glaubt und sie auch vor dem Prüfungsritual zurückscheut. Als Folge werden Ilian Name und Stand genommen. Die nun Namenlose sieht sich verbannt und dem ehemaligen Sklaven Faustulus als Weib mitgegeben – zusätzlich zu einer Handvoll Schweine und zwei trächtigen Kühen.

Damit beginnt die Geschichte um die Mutter von Romulus und Remus.
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