Handwerk auf Schwäbisch

Ich verstehe ganz gut Schwäbisch. Nicht fließend, aber zur Verständigung ausreichend und über das gerade notwendige Allgemeinmaß hinaus. Was bei geschätzten 33 % schwäbischen Wurzeln nicht völlig verkehrt ist.

Trotzdem – man lernt nie aus. Was anlässlich des vergangenen und hoffentlich nicht letzten Zunftmarktes zu Wimpfen von Eicke bewiesen wurde.

Ob ich schwäbisch können würde? Auf meine Frage hin, was denn dieses hölzerne Gerät im oberen Eck seines Standes sei. Ja im tiefster Überzeugung. „Handwerk auf Schwäbisch“ weiterlesen

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Ein Blick in die Vergangenheit

Wenn ich mir so meinen ersten Bericht über den Wimpfener Zunftmarkt ansehe, hat sich seitdem wirklich viel getan. Beim Zunftmarkt und bei meiner Berichterstattung. Es entwickelt sich eben alles weiter.

Wie sagt Heraklit schon so treffend: Panta rhei – alles fließt.

Ein ausführlicher Blick hinter die Kulissen hat die Sichweise komplett geändert. Der Markt ist jeden Cent wert. Die viele Arbeit im Hintergrund wird einem wie so erst dann bewußt, wenn man einmal nicht nur als (gewandeter) Besucher über den Markt tingelt.

Dazu hat sich der Markt seit meinem ersten Besuch sehr weiterentwickelt.
Konzerte, Tanzdarbietungen, Darstellungen mittelalterlichen Lebens samt Stauferwache und lt. Hörensagen sogar ein wenig Lagerleben. Bei dem wenigen Platz wurde also einiges auf die Beine gestellt, dass auch Hand und Fuß hatte. Und zum Glück gab es heuer das perfekte Sonnenwetter, nachdem schon tagelang vorher der Wetterbericht argwöhnisch beäugt wurde.

Historisch gesehen blickt der Zunftmarkt auf eine lange Geschichte zurück. Eine erste schriftliche Erwähnung findet sich 1391. Genauere Details lassen sich unter der Historie nachlesen.

Ich hatte wirklich viel Spaß dieses Mal. Entweder an der Mautstelle bei den Fachsimpeleien mit der Stauferwache oder bei den Flachsereien des neuen Hofnarren. Der Jung‘ versteht sein Handwerk. 😉 „Ein Blick in die Vergangenheit“ weiterlesen

Zunftmarkt zu Wimpfen und Mautgebühr

Am vergangenen Samstag wurde unser Haus- und Hofmarkt in Bad Wimpfen aufgesucht. So genannt, weil er quasi direkt vor der Haustür liegt 😉
Am Eingang kam dann gleich der erste Wermutstropfen – Gewandete müssen ab dieses Jahr auch einen Wegezoll von drei Euro berappen (normale Besucher zahlen 6 Euro). Sicher im Vergleich zu anderen Veranstaltern nicht wirklich viel, sauer aufgestoßen ist es uns trotzdem. Schließlich lebt und stirbt ein Markt auch mit den (gut) gewandeten Marktbesuchern, die nicht eben wenig zu der mittelalterlichen Athmosphäre beitragen. Die Begründung des Veranstalters „es würden jedes Jahr mehr Gewandete den Markt besuchen“ war für mich auch insofern nicht nachvollziehbar, da nach meiner Erfahrung eher ziemlich wenig authentisch gekleidete Besucher den Markt besuchen (wohlgemerkt, ich erwarte kein absolutes A bei der Gewandung).
Soviel zu dem Haar in der Suppe. Besucht haben wir den Markt trotzdem. Schließlich warteten einige Bekannte darauf, wieder einmal gesehen zu werden und teilweise auch solche, die wir aufgrund der weit zerstreuten Mittelalterszene eben auch nur einmal im Jahr sehen.
Demzufolge haben wir uns auch wirklich gut unterhalten und wurden mit einigem ‚Hallo‘ begrüßt 🙂

Was nun die Mautgebühr angeht, bin ich zwiespältiger Meinung.
Zuerst einmal habe ich mir die Seite des Zunftmarkts heute genauer angesehen. Und war überrascht. Seit dem letzten Jahr hat sich einiges getan. Nicht zuletzt sehr ausführliche Informationen zum Mittelaltergeschehen, die gerade für Neulinge auf dem Gebiet sehr interessant sind. Neben Links zu den verschiedenen Darstellern auch einige Bilder, die ich mir noch genauer ansehen werde.

Soweit zum Internetauftritt. Bei dem Marktgeschehen direkt sind leider auch immer wieder Händler anzutreffen, die für meine Ansichten nicht wirklich zu einem Mittelaltermarkt passen. Auf der anderen Seite treten seit Jahren die Gruppen Magistri und Firlefanz auf. Und seit zwei Jahren gibt es auch wandernde Barden, heuer das erste Mal Des Geyers schwarzer Haufen, die ich leider nur beim Heimweg aus den Augenwinkeln sehen konnte. Dazu kommen noch einige handwerkliche Darsteller wie z.B. der Schmied. Auf dem Gebiet hoffe ich, wird der Zunftmarkt sich noch weiter entwickeln.
Also werde ich dieses Marktgeschehen noch einmal im Auge behalten 😉

Und nächste Woche werde ich mich auf dem Markt in Hirschhorn rumtreiben, da freu ich mich schon drauf.