Zeit statt Zeug

Yule / Weihnachten naht und damit auch unweigerlich die Frage, was soll geschenkt werden? Auf keinen Fall nur irgendein Gruscht, der dann ungenutzt in irgendeinem Winkel vergammelt.

Das will jetzt nicht heißen, daß gar nichts mehr geschenkt/gekauft wird (man beachte die Reihenfolge) aber sehr viel handverlesener. Wie immer – Bücher sind die eine große Ausnahme, aber auch hier wird inzwischen genauer gesiebt. So schade es ist, die Massen an Neuerscheinungen sind weit über jede faßbare Grenze hinaus.

Also schenken, ja, gerne, wenn es wirklich Freude macht, genutzt wird und nicht nur ein Verlegensheitskauf ist, weil ’sich das eben so gehört‘. „Zeit statt Zeug“ weiterlesen

Weihnachten satt

Von allen Seiten klingt es und drängt es. Kaufen und nochmals kaufen und die angebotenen Geschenke werden immer irrwitziger. Weihnachten hängt einem schon zum Hals raus, bevor es überhaupt begonnen hat.

Zum Glück gibt es noch Möglichkeiten, sich dem ganzen Szenario zu entziehen. Es muss nur ein wenig tiefer gegraben werden.

Ob Weihnachten oder Yule, es ist ein Lichterfest. Völlig egal, ob man die Geburt Christi feiert oder die längste Nacht des Jahres und damit auch, dass es wieder heller wird. Die Tage werden länger und das Leben bahnt sich wieder seinen Weg. Wobei das Dunkle ebenso zum Leben gehört wie das Helle. Und wann schon kann man Kerzen anzünden und sich in ihrem Licht verlieren, wenn nicht gerade in der Winterzeit?

Weihnacht im Singular oder die Weihnachten in der Mehrzahl hat eine lange Geschichte bis zurück in’s 12. Jahrhundert. Entstanden aus dem mittelhochdeutschen Wort Wîhenaht oder in der Mehrzahl Wîhennahten. „Weihnachten satt“ weiterlesen

Pfauenherzen

Da denkt man immer, dass man mit Lebensmitteln doch achtsam umgeht und nicht zu viel kauft. Pustekuchen, wie ein genauerer Blick in die Vorratsschränke zeigte. Massen an Honig, Marmeladen, Gewürzen, eingelegtem Gemüse und Kräutern. Zum Glück alles Sachen, die sich fast ewig halten allen Unkereien vom MHD zum Trotz.

Und als weiterer Glücksfall wurden bei der Keksvorauswahl Doppeldeckerkekse aka Pfauenaugen gewünscht. Nach einigem Hin und Her wurden dann Herzausstecher genommen und die Marmeladenvorauswahl getroffen. Kirsch-Zimt-, Erdbeer-, Himbeer- und Marillenmarmelade. Alle extrem lecker und zumindest zwei Gläser weniger, die auf Verwendung hoffen. Soviel Marmelade kann ja kein Mensch essen, ohne auf die Keksvariante auszuweichen. 😉 „Pfauenherzen“ weiterlesen

Alle Jahre wieder

Das Fest der Feste kommt und damit geht es auch wieder an die Suche.
Was soll gegessen werden (Ente ist im Gespräch), welcher Baum soll genommen werden und was schenkt man? Letzteres ist zum Glück schon weitgehend vom Tisch. Viel geschenkt wird nicht, nur weil gerade Weihnachten gefeiert wird.

Aber einen Baum hätte ich schon gerne. Und dieses Mal soll es möglichst einer sein, der nicht aus konventioneller Zucht stammt. Ideal wäre natürlich ein Baum, der im Topf kommt und danach ausgewildert werden kann. Aber wo findet man so etwas? Das Angebot ist nicht gerade üppig zu nennen. Von der zusätzlichen Arbeit ganz zu schweigen.

Bioland bringt eine Liste über Bioland-Weihnachtsbäume, die allerdings mehr als mager ist. Wenn man nicht gerade in der Nähe von einem der genannten Anbieter wohnt, kann man zwischen längerem Anfahrtsweg oder weiterer Suche wählen.

Die nächste Anlaufstelle – Naturland – hat auch eine ähnlich kurze Liste im Angebot, die dazu noch von 2010 ist. Dazu gibt es auch noch eine Kurzinfo über Weihnachtsbäume aus ökologischer Waldnutzung von 2007 und einen kurzen Text von 2013.

Von dort geht es weiter zu Robin Wood, wo es endlich ausführlichere Informationen plus eine umfassende Liste für ökologische Weihnachtsbäume gibt.

Im Fazit hat sich im letzten Jahr nicht viel geändert und ökologische Bäume mit Wurzelballen (zwecks Wiedereinpflanzung) scheint es keine zu geben.

Das war heuer zwar wieder eine längere Suche. Aber dafür weiß ich in Zukunft gleich, woher ich meinen Baum nehme. Es sei denn, ich habe bis dahin selber einen im Garten stehen. 😉

Ich bin bei meiner Baumsuche auch noch auf zwei interessante Verzeichnisse für Weihnachtsgeflügel gestoßen:
Bioland-Martinsgänsen und -Weihnachtsgeflügel in Baden-Württemberg
Bioland-Weihnachtsgeflügel 2013

Links:
Bioland
Bioland Baden-Württemberg
Naturland
Robin Wood

Die Ökologie vom Weihnachsbaum

Weihnachten im traditionell christlichen Sinne ist ja nun nicht unbedingt meines. Eher schon Yul. Einige Vorbereitungen werden natürlich trotzdem getroffen. Unter anderem der Weihnachtsbaum, wenn auch mit einigem ‚Bauchgrimmen‘ und Gesprächen, wie weit das ökologisch vertretbar ist. Ausgelöst durch eine Dokumentation, die ich vor einiger Zeit im Fernsehen gesehen habe über die weihnachtlichen Monokulturen im Sinne des Kommerz. Auch wenn ich mir davor relativ wenig Gedanken gemacht habe, liegt es eigentlich auf der Hand:

Monokulturen sind alles andere als umweltverträglich.

Das ist bei Lebensmitteln so, bei Futterpflanzen. Warum sollte es also beim Weihnachtsbaum anders sein?

„Die meisten Weihnachtsbäume stammen aus ökologisch bedenklichem Anbau in Monokulturen, die mit Chemikalien behandelt werden. Das ist schlecht für die Umwelt und den Menschen“, sagt Christian Beuter, Waldreferent beim WWF Deutschland. Um Schädlingen den Garaus zu machen, würde in herkömmlichen Plantagen oftmals eine wahre Chemiekeule eingesetzt: Herbizide für konkurrierende Gräser, Insektizide gegen Käfer sowie Mineraldünger für einen schnellen und einheitlichen Wuchs. Endgültig unchristlich werde es für die Umwelt, wenn die Bäume dann noch per Lastwagen durch die halbe Republik gekarrt werden.“

Quelle: scinexx.de

So weit, so schlecht.
Die nächste Information, die mich arg stutzen lies, kam vom Weihnachtsbaumhändler selber. Nämlich, dass heutzutage bei den Weihnachtsbäumen die Nordmanntanne am Beliebtesten ist (die lt. Utopia gar nicht in unserer Gegend heimisch ist, wie der Name auch schon vermuten lässt). Wegen verschiedener Gründe und auch, weil dieser Baum geruchsneutral ist.

rotfichte

Regionale Bäume wie zum Beispiel die Rotfichte werden kaum noch gewünscht. Gerade wegen ihrem typischen Geruch und weil ihre Zweige weniger stabil sind.

Das muß man sich einmal bewußt machen: Ein Baum darf nicht mehr nach Baum riechen.

Verstehen kann man es nicht, zumindest ich nicht.

Auch wenn der Zug für dieses Jahr schon abgefahren ist, habe ich mich im Netz umgesehen. Und wie so oft gibt es genügend Alternativen. Man muß sich nur die Zeit nehmen, sie zu finden.

Zum Beispiel die Nutzung der beim Auslichten der Wälder anfallenden Nadelbäume.

„Eine andere Möglichkeit sind Bäume aus regionaler Forstwirtschaft. Forstämter und Waldbauern bieten natürlich erzeugte Weihnachtsbäume an, die entweder ohnehin beim Durchforsten von Wäldern anfallen oder auf Sonderflächen wie Hochspannungstrassen hochgezogen werden. Ohne entsprechende Siegel (siehe oben) ist der Einsatz von Pestiziden in der regionalen Forstwirtschaft zwar nicht ausgeschlossen, kommt aber in den genannten Fällen üblicherweise nicht vor.“

Quelle: Utopia

Oder die Nutzung von Bäumen aus ökologischer Waldwirtschaft. Robin Wood hat dazu eine aktuelle Liste veröffentlicht.

Möglichkeiten gibt es also genug. Und wie heißt es so schön, alle Jahre wieder… Es steckt eine Menge Potential dahinter, etwas andes zu machen.

Zum Abschluß die Links:
Wo gibt’s in Deutschland Weihnachtsbäume aus ökologischer Waldwirtschaft oder aus anerkannt ökologischen Weihnachtsbaumkulturen?

Utopia – Weihnachtsbäume ohne Chemiecocktail

Ein lesenswerter Artikel bei Livona – Weihnachtsbaum ökologisch korrekt?

Weihnachtsbaum – Umweltschützer oder Klimakiller?

Focus – Umweltschonende Weihnachtsbäume kaufen