Von Hühnern, Versuchsküchen und neuer Lektüre

Nehmen wir einmal an, es sei Sonntag. Wir haben Zeit für eine schöne Tasse Tee oder Kaffee. Vielleicht auch für ein (nicht zu kleines) Stück Kuchen und vor allem Zeit um die Beine hochzulegen und angenehm den Tag verlaufen zu lassen. Ein wenig plauschen. Sei es über aktuelle Bücher, Zeitgeschehen (immer gut für einige Gespräche), Zukünftiges und/oder Vergangenes. Oder in diesem Fall, den für gestern gemünzten Beitrag heute zu zeigen. 😉

Im Rückblick lassen sich drei Worte für den ersten Monat finden:

Experimentell
Schon seit geraumer Zeit gehegten Pläne, unbekannte Rezepte zu versuchen wurde in Angriff genommen. Es wurde diskutiert, ausgewählt, nach Ursprüngen gefahndet und nach eigenem Gusto verändert. Befriedigend oft mit dem Fazit ‚Das machen wir mal wieder‘.

Zwei Feldversuche sind dokumentiert – beide gelungen und sehr empfehlenswert. Das Essen des Dogen zu Ehren des Schutzheiligen St. Markus am 25. April und unserem persönlichen Memorial-Essen für Barcelona.

Geplant ist, die Versuchsreihe fortzusetzen. Auswahlmöglichkeiten gibt es reichlich. Bücher sind und bleiben der ewige Schwachpunkt. Lass es dann noch gute (!) Kochbücher sein, die im Idealfall einen tieferen Einblick in Kultur/Seele des Landes liefern – und jeder Widerstand ist gebrochen. „Von Hühnern, Versuchsküchen und neuer Lektüre“ weiterlesen

Advertisements

Zum November

Die letzten Wochenenden galten vorrangig der Ruhe. Viel ausruhen, Beine hochlegen und nochmals ausruhen. Stille hat was sehr angenehmes. Kann ich nur jedem empfehlen.

Also gibt es jetzt einen Monatsrückblick und auch meine Leseempfehlungen. die allerdings etwas sparsamer ausfallen werden, da der PC relativ selten besucht wurde. Stichwort Ruhe. 😉

Wie schon hier geschrieben, wurde viel Zeit und Energie dem Ausmüllen gewidmet. Altlasten loswerden und noch ist kein Ende in Sicht. Ob es jemals zum Minimalismus kommt, ist offen. Aber das Anschaffen von neuen Dingen geht auf jeden Fall wesentlich bewußter vor sich. Es soll auf keinen Fall etwas sein, dass nur ungenutzt und unbemerkt in einem Eck vor sich hinvegetiert. Schön und am Liebsten Handarbeit und wenn möglich auch noch mit einem praktischen Nutzen. Aus dem Gesichtswinkel gibt es auch einen relativ kurzen Artikel zur Wegwerfpolitik und Wohlstandsgesellschaft.

Überhaupt liegt der Schwerpunkt in den letzten Wochen viel bei den Vorbereitungen zu Yul und den verborgenen Wirkungen der Näschereien für diese Zeit. „Zum November“ weiterlesen

Wochenendlektüre KW 27

Rezensionen gibt es immer noch keine, was sich evtl. in der nächsten Zeit ändern wird. Zwei neue Bücher werden hier Einzug halten. Einmal eines über japanische Küche, dass ich mir zur Ansicht bei Osiander bestellt habe. Genau genommen zwei Bücher über japanische Küche, da ich mir den Titel nicht notiert hatte. Durch die optimistische Annahme geschuldet, eine so große Buchhandlung würde das gewünschte Buch schon vorrätig haben. Weit gefehlt. Im Gespräch mit der sehr geduldigen Buchhändlerin kam an’s Tageslicht, dass solch ‚ungewöhnliche‘ Bücher zu selten gekauft werden. Dabei lagen auch genug andere ungewöhnliche Bücher wie z.B. Ottolenghi, Büchern von DK (Dorling Kindersley), Hädecke, AT Verlag oder zyprische Küche aus. Mit letzterer wurde übrigens auch geliebäugelt. Aber der Großteil belief sich doch auf Mainstream-Bücher. Sicher eine Buchhandlung muss sehen, wo sie bleibt. Trotzdem finde ich es schade, wie wenig sich an Unbekanntes herangewagt wird.
„Wochenendlektüre KW 27“ weiterlesen

Die Sonntagsleserin – fünfte Kalenderwoche

In der vergangenen Woche gab es wieder einiges zu lesen. Genug Stoff für das Sonntagslesen der Bücherphilosophin. Nicht nur im Zusammenhang mit Büchern sondern auch was Nachhaltigkeit und Herkunft der Lebensmittel betrifft. Einen Artikel, der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat, kommt von Arthurs TochterTierschonendes Schlachten?

Das ist ein Thema, über das man sich tagelang die Köpfe heiß reden könnte. Ist eine tierschonende Schlachtung eine realistische Möglichkeit? Besonders in der Massentierhaltung halte ich das für sehr fraglich. Es wird soviel Fleisch und Wurst gegessen. Wie sollten diese Massen geschlachtet werden können und dann auch noch tierschonend?

Lesenswert finde ich auch diesen Artikel dazu: Fleischkonsum – Deutschland, deine Flexitarier

„Insgesamt wurden knapp vier Millionen Tonnen Fleisch produziert. 85 Prozent der deutschen Bevölkerung essen täglich oder nahezu täglich Fleisch und Aufschnitt. Insgesamt sind das im Durchschnitt etwa 60 Kilogramm Fleisch pro Jahr und Kopf – oder 1094 Tiere, wie der Fleischatlas anschaulich zeigt.“

Fool Fashion schreibt eine nachahmenswerte Anregung zur Vermeidung der dünnen Plastiktüten „Die Sonntagsleserin – fünfte Kalenderwoche“ weiterlesen

Politik und Wein

Arthur’s Tochter ruft zur 67. Weinrallye und alle kamen.

Weinrallye

Nun ob alle, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber die Zaunreiterin kommt als Neuling dazu. Das Thema reizt, Wein erfreut sich im Rabenhaushalt großer Beliebtheit und auch über Politik wird aktuell viel gesprochen. Ich habe sogar angefangen, mir nächtliche Politdiskussionen anzusehen. Und daß mir, wo ich morgens prinzipiell über zu wenig Schlaf verfüge.

Also Politik ist zur Zeit ein großes Thema. Auch eines, bei dem mir öfter mal das sinnbildliche ‚Messer in der Tasche‘ aufgehen will. WARUM zum Kuckuck müssen soviele Leute unbedingt schwarz wählen?!
Ich weiß, ich weiß – Politik ist auch viel Ansichtssache und es wird – zumindest lt. Medienberichten auch viel nach Sympathie gewählt – aber trotzdem ist es für mich nicht nachvollziehbar.

Nicht zum ersten Mal komme ich mir vor wie bei einer gut inszenierten Theateraufführung.

Und man mag von den Politikern halten was man will – sie verstehen ihr Handwerk. Auf präzise Fragen ausführlich zu antworten und am Ende trotzdem…. NICHTS gesagt zu haben. Das muss man erst einmal in solch einer Meisterschaft fertigbringen.

Dieses Ausweichen und die Wahlplakate werden unseren Politikern aber auch zu leicht abgenommen. Anders sind die nichtssagenden Phrasen doch nicht zu erklären, die teilweise immer noch die Straßenränder verunzieren.

„Politik und Wein“ weiterlesen