Wie läuft das mit dem CO2-Ausgleich

Zora’s Kommentar zum Thema Fliegen und Nachhaltigkeit spuckt mir immer noch im Kopf rum. Und sich einmal genauer mit dem Thema zu beschäftigen, kann ja nicht schaden.

Erst einmal wird Ecosia befragt „CO2-Ausstoß von Flügen ausgleichen“ und spuckt auch einige vielversprechende Seiten aus. Genau genommen ist das Angebot erstaunlich reichhaltig. Reichhaltiger, als ich es für möglich gehalten hätte.

Zum einen bietet die Verbraucherzentrale Bundesverband eine Pressemitteilung vom 06.08.2010 mit dem Ergebnis, dass nur drei Anbieter für den CO2-Ausgleich von Flugreisen uneingeschränkt zu empfehlen sind.

Die Voraussetzungen für eine positive Bewertung werden ebenfalls ausführlich erläutert:

  • Eine korrekte Emissionsberechnung
  • Ein benutzerfreundliches Online-Angebot
  • Verwendung der Kompensationszahlungen in sinnvolle Klimaschutzprojekte
  • Eine gute Informationsbasis über die Kompensation und die unterstützten Projekte

Nach diesen Kriterien sind nur die spezialisierten Unternehmen Atmosfair, MyClimate und GoClimate inzwischen ARKTIK empfehlenswert.

Atmosfair zeigt gleich auf de Einstiegsseite einen Emissionsrechner zuf Flugkompensation. Für unseren Flug von Frankfurt nach Barcelona können Sitzklasse, Flugart, Flugzeugtyp, Anzahl der Flugreisen (Hin- und Rückflug oder einfacher Flug) und Anzahl der Reisenden angegeben werden. Das Ergebnis ist 460 kg CO2 pro Person oder 11 Euro pro Person (für zwei Personen 21 Euro). Neben dem vollen oder halben Betrag kann auch eine individuell gewählte Summe gespendet werden, die in Energieeffizienz-, Wind-/Wasserkraft-, Biogas-, Biomasse-, Solarenergie- oder Umweltbildungsprojekte investiert werden. Außerdem können noch Veranstaltungen, Kreuzfahrten oder persönlich gewählte Wunschmengen an CO2 kompensiert werden.

MyClimate ist ganz ähnlich aufgebaut – mit Berechnungsmöglichkeiten für Flug, Auto, Haushalte, Firmen, Events und Spendenmöglichkeit. Hier ist das Recheergebnis für einen Flug Frankfurt-Barcelona 482 kg CO2 pro Person mit der Wahlmöglichkeit zwischen nachhaltiger Entwicklung weltweit, Unterstützung von Schweizer Projekten, effiziente Kocher für Frauen in Kenia oder Hilfe für Kleinbauern beim Aufforsten in Nicaragua. Je nach Auswahl ist die Summe unterschiedlich von 28 bis 86 Franken (für zwei Personen).

ARKTIK bietet eine ähnliche Auswahl für Privatkunden und Unternehmen. Für Privatpersonen gibt es eine Klima-Vignette für Autofahrer und die Kompensationsmöglichkeit für Flüge. Hier beträgt die CO2-Menge für Frankfurt-Barcelona 745,84 kg oder 15,66 pro Person (31,33 für zwei Personen). Direkt im Anschluß kommt die Auswahl der Klimaschutzprojekte (Ökologie, Wind/Wasser/Sonne, Biomasse/Biogas, Energieeffizienz) und die Möglichkeit von Online-Überweisung oder Zahlung auf Rechnung.

Wie schon erwähnt, gibt es noch einige Seiten mehr dazu. Allerdings mit der relativ gleichen Kernaussage, also schenke ich mir weitere Vergleiche. Inzwischen soll es auch die Möglichkeiten geben, direkt über Fluggesellschaften oder Reisebüros den CO2-Ausstoß ausgleichen zu können. Im Bedarfsfall kann also auch direkt vor Ort oder auf der Website nachgefragt werden.

Link:
zeit.de – Nur wenige Webseiten für CO2-Ausgleich sind empfehlenswert

Damit beteiligen wir uns wieder an der Blogparade von einfach.nachhaltig.besser.leben. Wegen später Stunde fehlte die Verlinkung, zum Ausgleich gibt’s dafür noch den Link zur Pinterest-Seite inklusive. 😉


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5 Kommentare zu „Wie läuft das mit dem CO2-Ausgleich

  1. Hallo,

    sich mit dem eigen CO2 Fußabdruck zu beschäftigen und Wege zu suchen, diesen, wenn er nicht vermiedbar ist, auszugleichen, empfinde ich als den „nächsten Schritt“ im Umweltschutz.
    Ich hatte schon vor Jahren an einem Flughafen einen solchen Rechner-/Spendenautomaten gesehen. Mich hat jedoch die Gefahr des Greenwashing abgehalten, meinen Flug direkt auszugleichen. Z.B. brauchen Biogasanlagen aufgrund ihrer Anzahl und Größe mittlerweile viel Mais um rentabel zu sein. Dieser Mais muss viel Ertrag bringen, ist daher kein BIO Mais. Für neue Wasserkraftwerke müssen Stauseen gebaut werden, wodurch evtl. Ackerland vernichtet und Bewohner vertrieben werden.
    Ich habe für mich einen Weg des Ausgleichs gefunden, der nichts mit Energiegewinnung zu tun hat. Ich spende bei „Plant for the Planet“. Eine Schülerinitiative des damals 9-jährigen Felix.
    http://www.plant-for-the-planet.org/de/startseite#intro.
    Bäume für unsere Welt und eine Änderung der Denkweise der Kinder, also unserer Zukunft! Durch Sponsoren kostet mich 1 Baum = 1 Euro. Bei dem „Preis“ kann ich auch mehr CO2 ausgleichen als ich selbst produziere 😉 Auch kann ich damit der Bodenerosion vorbeugen, also dem Verschwinden fruchtbaren Bodens. Von dem Schatten oder den Früchten haben auch das Vieh und die Menschen vor Ort etwas.
    Bei Felix habe ich nicht das Gefühl an ein unbekanntes Etwas zu spenden, um mein Gewissen zu berühigen. Und das coolste: ich kann das auch über den Kauf der „guten BIO Schokolade“ machen – naschen und spenden – ich finde das genial. Ich freu mich auf jede Schoki 😉

    Liebe Grüße
    Anke

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